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Jedes Mal, wenn ein Browser oder Crawler eine URL aufruft, antwortet der Server mit einem dreistelligen Code. Dieser Code entscheidet, ob Google eine Seite indexiert, ignoriert oder dauerhaft aus dem Index entfernt.
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Zum KI-Sichtbarkeits-CheckDie fünf Statuscode-Klassen
HTTP-Statuscodes sind in fünf Gruppen eingeteilt. Die erste Ziffer gibt die Klasse an, von informativen Antworten bis hin zu Serverfehlern:
Die wichtigsten Statuscodes im SEO-Kontext
| Code | Bezeichnung | SEO-Auswirkung | Handlungsbedarf |
|---|---|---|---|
| 200 | OK | Seite wird normal gecrawlt und indexiert: Sollzustand | Keiner |
| 301 | Moved Permanently | Linkjuice wird übertragen, alte URL wird deindexiert | Interne Links auf neue URL aktualisieren |
| 302 | Found (Temporary) | Kein Linkjuice-Transfer, alte URL bleibt indexiert | Nur bei echten Temp-Redirects verwenden |
| 304 | Not Modified | Gecachte Version wird verwendet, kein Crawl nötig | Keiner, normal bei Caching |
| 400 | Bad Request | URL kann nicht verarbeitet werden, wird nicht indexiert | URL-Struktur und Parameter prüfen |
| 401 | Unauthorized | Seite erfordert Login: Google kann nicht crawlen | Öffentliche Seiten ohne Auth zugänglich machen |
| 403 | Forbidden | Zugriff verweigert, wird nicht indexiert | Server-Berechtigungen prüfen |
| 404 | Not Found | Seite existiert nicht, wird aus dem Index entfernt | 301-Redirect setzen oder Seite wiederherstellen |
| 410 | Gone | Seite dauerhaft gelöscht, schnellere Deindexierung als 404 | Bewusst einsetzen bei endgültig gelöschten Seiten |
| 500 | Internal Server Error | Serverfehler: Google kann Seite nicht laden | Sofort beheben, bei Dauer droht Deindexierung |
| 503 | Service Unavailable | Server vorübergehend nicht verfügbar, bei kurzer Dauer kein SEO-Schaden | Retry-After-Header setzen, schnell beheben |
| 504 | Gateway Timeout | Server antwortet zu langsam: Crawling schlägt fehl | Server-Performance und Timeouts prüfen |
404 vs. 410: wann welchen Code verwenden?
Beide Codes signalisieren, dass eine Seite nicht verfügbar ist, aber mit unterschiedlicher Aussage gegenüber Google:
- Seite wurde nicht gefunden, könnte wieder erscheinen
- Google crawlt die URL weiterhin in Abständen
- Deindexierung dauert Wochen bis Monate
- Geeignet für versehentlich gelöschte oder temporär fehlende Seiten
- Seite ist dauerhaft und endgültig gelöscht
- Google deindexiert die URL deutlich schneller
- Kein weiterer Crawl-Aufwand für diese URL
- Geeignet für bewusst entfernte Seiten ohne Nachfolger-URL
503 richtig einsetzen bei Wartungsarbeiten
Der 503-Statuscode ist der einzige Fehlercode, den Google explizit für Wartungsarbeiten empfiehlt. Richtig eingesetzt, verhindert er eine Deindexierung während kurzer Ausfälle:
- Retry-After-Header setzen: Teilt Google mit, wann die Website wieder verfügbar ist, der Crawler kommt dann gezielt zurück
- Zeitfenster begrenzen: Ein 503 über mehrere Tage signalisiert Google einen dauerhaften Ausfall und kann zur Deindexierung führen
- Nur für echte Ausfälle: Reguläre Seiten dürfen keinen 503 zurückgeben, auch nicht für gesperrte Inhalte oder Login-Bereiche
- Nie für noindex missbrauchen: Ein 503 ist kein Ersatz für noindex oder robots.txt zur Steuerung der Indexierung
Statuscodes überwachen und beheben
Fehlerhafte Statuscodes fallen oft erst auf, wenn Rankings bereits eingebrochen sind. Regelmäßiges Monitoring ist daher essenziell:
Häufige Fragen zu HTTP-Statuscodes
Einzelne 404-Fehler beeinträchtigen das Ranking anderer Seiten nicht direkt. Google betrachtet 404-Fehler als normalen Bestandteil des Webs, gelöschte Seiten gibt es überall. Problematisch wird es, wenn viele wichtige Seiten auf 404 laufen, wertvolle Backlinks ins Leere zeigen oder interne Links auf nicht existierende URLs verweisen.
Google versucht bei Serverfehlern zunächst, die Seite zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu crawlen. Bleibt der Fehler über mehrere Tage oder Wochen bestehen, beginnt Google, die betroffenen URLs aus dem Index zu entfernen. Dauerhaft nicht erreichbare Seiten verlieren ihre Rankings vollständig, schnelles Handeln bei 5xx-Fehlern ist daher essenziell.
Nicht immer. Gibt es eine thematisch passende Nachfolger-URL, ist ein 301-Redirect die beste Wahl. Er überträgt Linkjuice und sorgt für eine gute Nutzererfahrung. Existiert keine sinnvolle Zielseite, ist ein 404 oder besser ein 410 die ehrlichere und sauberere Lösung. Einen 301 auf die Startseite zu setzen, nur um den Fehler zu vermeiden, ist keine empfehlenswerte Praxis.
Am schnellsten mit dem URL-Prüftool in der Google Search Console oder mit Browser-DevTools (Netzwerk-Tab). Für eine vollständige Website-Analyse eignen sich Screaming Frog oder Ahrefs Site Audit. Alternativ lässt sich jede URL auch über Online-Tools wie httpstatus.io auf den zurückgegebenen Statuscode prüfen.
Verwandte Begriffe
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- KeywordsEin Keyword ist ein Wort oder eine Wortgruppe, für die eine Seite in Suchmaschinen gefunden werden soll, etwa ein typischer Suchbegriff der…
- Structured DataStructured Data (strukturierte Daten) ist maschinenlesbarer Code, der im Quelltext einer Seite hinterlegt wird und Suchmaschinen erklärt…
- Robots.txtDie robots.txt ist eine einfache Textdatei, die im Wurzelverzeichnis einer Website liegt (erreichbar unter beispiel.de/robots.txt ).
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