Seit 2021 sind die Core Web Vitals ein offizieller Google-Rankingfaktor. Sie messen, wie schnell und stabil eine Seite aus Nutzerperspektive lädt – und beeinflussen damit sowohl Rankings als auch Conversion-Rate direkt.
Jede Metrik misst einen anderen Aspekt der Nutzererfahrung – Ladegeschwindigkeit, visuelle Stabilität und Interaktivität. Google bewertet sie in drei Kategorien: gut, verbesserungswürdig und schlecht.
Misst, wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Element (Bild, Überschrift, Video-Thumbnail) vollständig geladen ist. Entspricht dem subjektiven Eindruck von Ladegeschwindigkeit.
Misst unerwartete Verschiebungen des Seitenlayouts während des Ladens – z. B. wenn ein Banner nachlädt und den Text nach unten schiebt. Einheit: dimensionsloser Score.
Misst die Reaktionszeit der Seite auf Nutzereingaben (Klick, Tippen, Tastatur) – von der Eingabe bis zur nächsten sichtbaren Änderung. Ersetzt seit März 2024 den FID.
| Metrik | Häufige Ursachen | Lösungsansätze |
|---|---|---|
| LCP | Unkomprimierte Bilder, langsamer Server, render-blockierendes CSS/JS | Bilder in WebP konvertieren, CDN nutzen, Hero-Bild preloaden, CSS inline laden |
| CLS | Bilder ohne definierte Größenangaben, nachladende Werbebanner, Web Fonts | width/height-Attribute für alle Medien setzen, Anzeigenplätze mit fester Höhe reservieren, font-display: swap |
| INP | Schweres JavaScript, langer Main Thread, zu viele Event Listener | JS aufteilen und lazy laden, lange Tasks in kleinere aufbrechen, unnötige Third-Party-Scripts entfernen |
Google unterscheidet zwischen Lab-Daten (simulierte Messungen in kontrollierten Bedingungen) und Field-Daten (reale Nutzerdaten aus dem Chrome User Experience Report). Für das Ranking zählen ausschließlich die Field-Daten:
Google bezeichnet Core Web Vitals als „Tiebreaker" – bei inhaltlich gleichwertigen Seiten kann eine bessere Performance den Ausschlag geben. In der Praxis ist ihr direkter Ranking-Einfluss moderat. Indirekt wirken sie sich jedoch stark aus: Schnellere Seiten haben niedrigere Absprungraten, höhere Verweildauern und bessere Conversion-Rates – alles Signale, die Google positiv bewertet.
Lab-Daten werden in einer kontrollierten Umgebung mit simulierten Geräten und Verbindungsgeschwindigkeiten gemessen – reproduzierbar, aber nicht repräsentativ für alle Nutzer. Field-Daten stammen aus echten Chrome-Nutzern und spiegeln die tatsächliche Erfahrung wider. Für das Google-Ranking zählen ausschließlich Field-Daten. Fehlen ausreichend Felddaten, verwendet Google die Lab-Daten als Fallback.
Der FID (First Input Delay) maß nur die Verzögerung bei der ersten Interaktion. INP ist präziser: Es erfasst die vollständige Reaktionszeit bei allen Interaktionen während der gesamten Sitzung und wählt den schlechtesten Wert. Seit März 2024 ist INP offiziell der Nachfolger von FID im Core Web Vitals Set.
Google bewertet Core Web Vitals auf URL-Ebene – jede Seite wird individuell gemessen. In der Search Console werden ähnliche Seiten jedoch gruppiert. Optimierungen auf Template-Ebene (z. B. alle Blogbeiträge oder alle Produktseiten) haben daher den größten Hebel, da sie viele URLs gleichzeitig verbessern.
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