Google Ads besteht aus zwei grundlegend verschiedenen Werbeumgebungen. Das Suchnetzwerk fängt aktive Nachfrage ab – das Displaynetzwerk erzeugt Aufmerksamkeit, bevor jemand überhaupt sucht. Wer beide verwechselt, verbrennt Budget.
Im Suchnetzwerk erscheinen Anzeigen direkt über und unter den organischen Suchergebnissen – gekennzeichnet mit dem kleinen Label „Gesponsert". Die Anzeige wird ausgeliefert, wenn eine Suchanfrage mit einem gebuchten Keyword übereinstimmt:
Das Google Display Network erreicht laut Google über 90 % der Internetnutzer weltweit. Anzeigen erscheinen als Banner auf Nachrichtenportalen, Blogs, Apps und YouTube – dort, wo die Zielgruppe Zeit verbringt, nicht wo sie sucht:
Ansprache nach Interessen, demografischen Merkmalen, Kaufabsichten oder ähnlichen Nutzern wie bestehenden Kunden (Similar Audiences).
Anzeigen auf Websites zu bestimmten Themen schalten – oder gezielt auf einzelnen, manuell ausgewählten Websites (Managed Placements).
Nutzer erneut ansprechen, die die eigene Website bereits besucht haben. Einer der effektivsten Einsatzfälle im Displaynetzwerk.
Google kombiniert automatisch Bilder, Headlines und Descriptions zu Anzeigen in allen gängigen Formaten – keine manuelle Größenanpassung nötig.
| Ziel | Empfohlenes Netzwerk | Begründung |
|---|---|---|
| Direkte Leads oder Verkäufe | Suchnetzwerk | Nutzer hat aktive Kaufabsicht – höchste Conversion-Wahrscheinlichkeit |
| Markenbekanntheit aufbauen | Displaynetzwerk | Maximale Reichweite zu niedrigen CPMs – ideal für Branding |
| Warenkorbabbrecher zurückgewinnen | Displaynetzwerk (Remarketing) | Gezieltes Wiederansprechen von Nutzern mit bekanntem Interesse |
| Neue Produkte bekannt machen | Displaynetzwerk | Keine aktive Nachfrage vorhanden – Aufmerksamkeit muss erst erzeugt werden |
| Lokale Dienstleistungen | Suchnetzwerk | „Klempner Köln" oder „Zahnarzt München" – direkte Nachfrage mit lokalem Bezug |
| Kombination beider Ziele | Beide – getrennte Kampagnen | Suchnetzwerk für Conversions, Display für Reichweite und Retargeting parallel |
Im Suchnetzwerk antwortet die Anzeige auf eine aktive Suchanfrage – der Nutzer ist auf der Suche nach einer Lösung. Im Displaynetzwerk wird die Anzeige beim passiven Konsum von Inhalten eingeblendet. Die Kaufabsicht ist deutlich niedriger, Banner-Blindheit ist weit verbreitet und der Nutzer hat keinen unmittelbaren Grund zu klicken. Eine niedrige CTR im Display ist daher normal und kein Zeichen für schlechte Performance – entscheidend sind Reichweite, Kosten pro 1.000 Einblendungen (CPM) und Conversions.
Für Branding-Zwecke ist das Displaynetzwerk mit kleinem Budget nur bedingt sinnvoll – die Reichweite bleibt begrenzt. Sehr effektiv ist es jedoch als Remarketing-Kanal: Wer bereits Websitebesucher hat, kann diese gezielt mit Display-Anzeigen erneut ansprechen. Da die Zielgruppe bereits bekannt ist, sind die Streuverluste gering und selbst kleine Budgets können messbare Ergebnisse liefern.
Bei Managed Placements wählt man manuell aus, auf welchen spezifischen Websites oder Apps die Anzeige erscheinen soll – anstatt Google die Auswahl zu überlassen. Das ist sinnvoll, wenn man bestimmte Branchenportale, Fachblogs oder thematisch sehr passende Websites kennt, auf denen die Zielgruppe aktiv ist. Der Nachteil: Die Reichweite ist geringer als bei automatischem Targeting, dafür ist die Relevanz der Platzierungen deutlich höher.
Ja. Mit Responsive Display Ads reicht es, Texte (Headlines, Descriptions) und ein Logo hochzuladen – Google erstellt daraus automatisch Anzeigen in allen gängigen Formaten und Größen. Eigene Bilder verbessern jedoch die Performance und Markenwirkung erheblich. Für professionelle Kampagnen sind individuelle Creatives mit Markenbild, klarem Nutzenversprechen und Call-to-Action empfehlenswert.
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