Negative Keywords sind das wirksamste Mittel gegen Budgetverschwendung in Google Ads. Wer sie ignoriert, finanziert Klicks, die nie zu Kunden werden – oft ohne es zu merken.
Broad Match und Phrase Match liefern Anzeigen bei Suchanfragen aus, die das gebuchte Keyword nur entfernt berühren. Ohne Negative Keywords entstehen schnell erhebliche Streuverluste:
Auch für Negative Keywords gibt es drei Matching-Optionen – mit umgekehrter Logik zur normalen Keyword-Steuerung:
| Option | Syntax | Ausschluss bei | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Broad Match negativ | kostenlos | Alle Anfragen, die dieses Wort enthalten – in beliebiger Reihenfolge | „kostenlos" schließt aus: „webdesign kostenlos", „kostenlose homepage" |
| Phrase Match negativ | "webdesign selbst" | Anfragen, die diese Wortfolge in genau dieser Reihenfolge enthalten | Schließt „webdesign selbst erstellen" aus, nicht „selbst webdesign" |
| Exact Match negativ | [webdesign köln kostenlos] | Nur diese exakte Suchanfrage | Schließt nur „webdesign köln kostenlos" aus – nicht „webdesign köln gratis" |
In der Praxis reicht für die meisten Ausschlüsse Broad Match negativ aus – einzelne Wörter wie „kostenlos", „gratis", „jobs" oder „selbst" wirken damit auf alle Varianten der Suchanfrage.
Negative Keywords können direkt auf Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene hinterlegt werden. Effizienter ist der Einsatz von gemeinsam genutzten Negative Keyword-Listen: Eine Liste wird einmalig gepflegt und kann mehreren Kampagnen gleichzeitig zugewiesen werden.
Branchen-unabhängige Ausschlüsse, die für alle Kampagnen gelten: „kostenlos", „gratis", „jobs", „praktikum", „erfahrungen", „bewertung", „wikipedia", „youtube".
Auf die eigene Branche zugeschnittene Ausschlüsse – für eine Webdesign-Agentur z. B. „selbst", „tutorial", „kurs", „lernen", „template", „baukastensystem".
Verhindert, dass Keywords aus einer Kampagne die Auslieferung einer anderen stören – z. B. „preise" als Negativ in der Branding-Kampagne, wenn dafür eine eigene Kampagne existiert.
Wöchentlich auswerten – neue irrelevante Anfragen direkt in die passende Liste aufnehmen. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen und gehört zur laufenden Kampagnenpflege.
Diese Begriffe sind für die meisten gewerblichen Google Ads Kampagnen als Negative Keywords sinnvoll – unabhängig von der Branche:
Google Ads erlaubt bis zu 5.000 Negative Keywords pro Kampagne und bis zu 5.000 pro Anzeigengruppe. Shared Negative Keyword-Listen können bis zu 5.000 Keywords enthalten, und pro Konto können bis zu 20 solcher Listen angelegt werden. In der Praxis reichen für die meisten Konten einige Dutzend bis wenige Hundert sorgfältig ausgewählte Negative Keywords aus – Qualität ist wichtiger als Quantität.
Ja – das ist ein häufiges Problem, besonders bei Broad Match Negativen. Wer beispielsweise „günstig" als Negativ hinterlegt, schließt damit auch Anfragen wie „günstige Webdesign Agentur Köln" aus – obwohl das ein kaufbereiter Suchbegriff sein kann. Vor dem Ausschluss sollte im Suchanfragenbericht geprüft werden, wie viele Impressionen und Klicks eine Anfrage bisher generiert hat und ob darunter Conversions waren. Exact Match Negative bieten hier die präzisere Alternative.
Das kommt auf die Strategie an. Wer keine Kampagne für Wettbewerber-Keywords schaltet, sollte Konkurrentennamen als Negative hinterlegen – sonst erscheint die Anzeige bei Broad Match ungewollt bei Suchen nach Mitbewerbern. Wer hingegen gezielt auf Wettbewerber-Keywords bieten möchte, richtet dafür eine eigene Kampagne ein und schließt die Markennamen dort nicht aus.
Zu wenig Traffic kann auch durch zu aggressive Negative Keywords verursacht werden. In diesem Fall lohnt sich ein Blick in den Bereich „Diagnose" im Google Ads Interface – dort zeigt Google, warum eine Anzeige bei bestimmten Anfragen nicht ausgeliefert wird. Zusätzlich kann ein Abgleich der Negative Keywords mit den gebuchten Keywords Konflikte aufdecken, bei denen ein Negativ das eigene Keyword blockiert.
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