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Keyword-Optionen

Keyword-Optionen steuern, bei welchen Suchanfragen eine Anzeige überhaupt erscheint. Wer sie falsch einsetzt, zahlt für irrelevante Klicks oder verpasst wertvolle Suchanfragen – beides kostet Geld.

Definition
Keyword-Optionen (englisch: Keyword Match Types) bestimmen, wie genau eine Suchanfrage mit einem gebuchten Keyword übereinstimmen muss, damit die Anzeige ausgeliefert wird. Google Ads unterscheidet drei Optionen: Broad Match (weitgehend passend), Phrase Match (passende Wortgruppe) und Exact Match (genau passend) – von maximaler Reichweite bis zu maximaler Kontrolle.

Die drei Keyword-Optionen im Überblick

keyword
Broad Match
Syntax Keyword ohne besondere Zeichen eingeben
Auslieferung bei Synonymen, verwandten Themen, Fragen, Tippfehlern – Google entscheidet weit
Reichweite Sehr hoch – maximale Sichtbarkeit
Kontrolle Gering – viele irrelevante Suchanfragen möglich
"keyword"
Phrase Match
Syntax Keyword in Anführungszeichen setzen
Auslieferung bei Suchanfragen, die die Bedeutung des Keywords enthalten – auch mit zusätzlichen Wörtern davor oder danach
Reichweite Mittel – gute Balance aus Reichweite und Relevanz
Kontrolle Mittel – sinnvoller Standardeinstieg
[keyword]
Exact Match
Syntax Keyword in eckige Klammern setzen
Auslieferung bei Genau dieser Suchanfrage oder sehr nahen Varianten (Tippfehler, Mehrzahl, Wortstellung)
Reichweite Gering – nur bei präzisen Anfragen
Kontrolle Sehr hoch – maximale Zielgenauigkeit

Praxisbeispiel: Keyword „Webdesign Köln"

Wie sich die drei Optionen auf die tatsächlich ausgelösten Suchanfragen auswirken:

BM
Broad Match – webdesign köln
Anzeige erscheint auch bei:
Website Agentur Köln Webentwicklung Düsseldorf Homepage erstellen lassen Webdesign Köln Kosten Grafiker Köln
Weit
"…"
Phrase Match – "webdesign köln"
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günstiges webdesign köln webdesign köln preise professionelles webdesign köln webdesign düsseldorf köln homepage agentur
Mittel
[…]
Exact Match – [webdesign köln]
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webdesign köln webdesign in köln webdesigns köln webdesign köln preise günstiges webdesign köln
Eng

Wann welche Option einsetzen?

OptionIdeal fürRisikoEmpfehlung
Broad MatchReichweitenaufbau, neue Keyword-Ideen finden, Smart Bidding mit ausreichend DatenHohe Streuverluste, Anzeige bei irrelevanten AnfragenNur mit aktivem Suchanfragen-Monitoring und Negative Keywords
Phrase MatchStandardoption für die meisten Kampagnen – Balance aus Reichweite und KontrolleEinige irrelevante Varianten möglichEmpfohlener Einstieg für neue Kampagnen
Exact MatchHigh-Intent-Keywords mit bekannter Performance, Budget-kritische KampagnenGeringe Reichweite – potenziell verpasste AnfragenFür Top-Keywords ergänzend zu Phrase Match einsetzen

Häufige Fehler und Best Practices

Typische Fehler
  • Alle Keywords als Broad Match – Budget fließt in irrelevante Suchanfragen
  • Alle Keywords als Exact Match – zu wenig Reichweite, Potenzial bleibt ungenutzt
  • Keyword-Optionen nie überprüft – Google ändert das Matching-Verhalten bei Updates
  • Kein Suchanfragenbericht ausgewertet – unbemerkte Streuverluste über Monate
  • Dieselben Keywords in mehreren Optionen ohne Negative Keywords – interne Konkurrenz
Best Practices
  • Phrase Match als Standardoption – gute Kontrolle bei akzeptabler Reichweite
  • Top-Keywords zusätzlich als Exact Match buchen – maximale Kontrolle für Best Performer
  • Suchanfragenbericht wöchentlich auswerten – irrelevante Anfragen als Negative Keywords hinterlegen
  • Broad Match nur mit Smart Bidding und ausreichend Conversion-Daten einsetzen
  • Neue Keywords aus dem Suchanfragenbericht identifizieren und gezielt hinzufügen

Häufige Fragen

Hat Google das Matching-Verhalten in den letzten Jahren verändert?
+

Ja – erheblich. Broad Match war früher deutlich enger gefasst als heute. Google hat die Matching-Logik wiederholt ausgeweitet: Broad Match zeigt Anzeigen heute bei thematisch verwandten Anfragen, die das gebuchte Keyword gar nicht mehr enthalten müssen. Auch Phrase Match hat sich verändert: Die frühere Option „Modified Broad Match" (mit +Zeichen) wurde abgeschafft und deren Verhalten in Phrase Match integriert. Wer seine Kampagnen länger nicht überprüft hat, sollte den Suchanfragenbericht auf unerwartete Auslieferungen prüfen.

Kann ich dasselbe Keyword in mehreren Optionen gleichzeitig buchen?
+

Ja – und das kann sinnvoll sein. Beispiel: „webdesign köln" als Phrase Match für Reichweite und [webdesign köln] als Exact Match für maximale Kontrolle bei dieser exakten Anfrage. Wichtig ist dabei, dass Exact Match gegenüber Phrase Match priorisiert wird, wenn beide in Frage kommen. Ohne klare Negative Keywords können sich die Varianten gegenseitig kannibalisieren – das sollte beim Aufbau berücksichtigt werden.

Was ist der Suchanfragenbericht und warum ist er wichtig?
+

Der Suchanfragenbericht zeigt, bei welchen tatsächlichen Suchanfragen die Anzeige ausgeliefert wurde – unabhängig davon, welche Keywords gebucht sind. Er ist das wichtigste Werkzeug zur Kontrolle von Broad und Phrase Match. Irrelevante Anfragen daraus werden als Negative Keywords hinterlegt, relevante neue Anfragen können als eigene Keywords aufgenommen werden. Ohne regelmäßige Auswertung dieses Berichts ist eine saubere Kampagnenführung kaum möglich.

Welche Keyword-Option funktioniert am besten mit Smart Bidding?
+

Google empfiehlt Broad Match in Kombination mit Smart Bidding – und das hat einen nachvollziehbaren Grund: Der Algorithmus bewertet bei jedem Auktionsaufruf die Conversion-Wahrscheinlichkeit anhand von Dutzenden Signalen. Broad Match liefert dem Algorithmus mehr Auktionen und damit mehr Datenpunkte zum Lernen. Voraussetzung ist jedoch ein gut funktionierendes Conversion-Tracking und ausreichend historische Daten – ohne diese Basis sind die Streuverluste von Broad Match kaum kontrollierbar.

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