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    Anzeigenerweiterungen

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    Anzeigenerweiterungen vergrößern eine Anzeige ohne Mehrkosten – sie erhöhen die Sichtbarkeit, liefern zusätzliche Informationen und verbessern den Qualitätsfaktor. Wer sie weglässt, verschenkt Fläche und CTR.

    Definition
    Anzeigenerweiterungen (englisch: Ad Assets, früher: Ad Extensions) sind zusätzliche Informationsbausteine, die eine Google Ads Textanzeige ergänzen – ohne dass pro Erweiterungseinblendung extra gezahlt wird. Google entscheidet automatisch, welche Erweiterungen bei welcher Auktion angezeigt werden. Erweiterungen verbessern den Ad Rank und erhöhen in der Regel die CTR um 10–20 %.

    So sieht eine vollständig erweiterte Anzeige aus

    Eine Anzeige mit allen relevanten Erweiterungen nimmt deutlich mehr Platz in den Suchergebnissen ein als eine reine Textanzeige – und verdrängt damit die organischen Ergebnisse nach unten:

    Beispiel SERP-Vorschau
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    Die wichtigsten Erweiterungstypen

    Sitelinks
    Sitelink-Erweiterungen
    Bis zu 8 Links · je max. 25 Zeichen · mit optionaler Beschreibung (2 × 35 Zeichen)

    Sitelinks sind klickbare Zusatzlinks unter der Hauptanzeige, die direkt zu bestimmten Unterseiten führen. Sie sind die sichtbarste und meistgeklickte Erweiterungsform – vor allem auf Desktop erscheinen bis zu vier Sitelinks nebeneinander und verdoppeln die Anzeigenfläche optisch.

    Einsatz: Für wichtige Kategorien, Landingpages oder Aktionen – z. B. Leistungen, Referenzen, Preise, Kontakt. Jeder Sitelink sollte auf eine eigenständige, thematisch passende Seite verlinken – nicht alle auf die Homepage.

    Beispiel: „Webdesign Köln" → Sitelinks: Leistungen / Referenzen / Preise / Kontakt
    Callouts
    Callout-Erweiterungen
    Bis zu 20 Callouts · je max. 25 Zeichen · nicht klickbar

    Callouts sind kurze, nicht klickbare Textbausteine, die Vorteile oder Merkmale des Angebots hervorheben. Sie erscheinen als kommagetrennte Liste unter der Anzeigenbeschreibung und eignen sich hervorragend für USPs, die im Haupttext keinen Platz finden.

    Einsatz: Kurze, prägnante Vorteile ohne Verb – keine ganzen Sätze. Idealerweise 6–8 Callouts anlegen, damit Google bei jeder Auktion die passendsten auswählen kann.

    Beispiel: „Keine Agentur-Aufschläge" · „Responsive Design" · „Persönlicher Ansprechpartner"
    Snippets
    Strukturierte Snippet-Erweiterungen
    Vordefinierte Kategorien · mind. 3 Werte pro Kategorie · je max. 25 Zeichen

    Strukturierte Snippets listen spezifische Kategorien von Angeboten auf – z. B. Dienstleistungen, Produkte, Marken oder Kurse. Im Gegensatz zu Callouts sind Snippets einer festen Kopfzeile (Header) zugeordnet, die Google vorgibt: z. B. „Dienstleistungen:", „Marken:", „Kurse:".

    Einsatz: Wenn das Angebot klare Kategorien hat, die sich aufzählen lassen. Mindestens drei Werte pro Header – Google blendet die Erweiterung sonst nicht ein.

    Beispiel – Header „Dienstleistungen": Webdesign · SEO · Branding · Online Marketing
    Anruferweiterung
    Anruferweiterungen (Call Extensions)
    Telefonnummer direkt in der Anzeige · auf Mobile klickbar

    Die Telefonnummer erscheint direkt unter der Anzeige – auf mobilen Geräten als klickbarer „Anrufen"-Button. Besonders wirksam für lokale Dienstleister, bei denen ein direkter Anruf der bevorzugte Kontaktweg ist.

    Einsatz: Nur während der Geschäftszeiten einblenden – Zeitplan in den Einstellungen hinterlegen. Anruf-Conversions separat tracken, um die Performance zu messen.

    Standorterweiterung
    Standorterweiterungen (Location Extensions)
    Adresse, Karte und Entfernungsangabe · verknüpft mit Google Business Profile

    Zeigt die Unternehmensadresse direkt in der Anzeige an – verknüpft mit dem Google Business Profile. Besonders relevant für lokale Unternehmen mit physischem Standort, da der Nutzer die Entfernung sofort sieht und per Klick zur Kartenansicht gelangt.

    Einsatz: Voraussetzung ist ein verifiziertes Google Business Profile, das mit dem Google Ads Konto verknüpft ist.

    Bilderweiterung
    Bilderweiterungen (Image Extensions)
    Quadratisches Bild neben der Anzeige · mind. 1200 × 1200 px

    Ein Bild wird neben der Textanzeige eingeblendet – ausschließlich auf mobilen Geräten. Die visuelle Komponente hebt die Anzeige aus dem rein textbasierten Umfeld heraus und kann die CTR deutlich steigern. Voraussetzung ist ein Google Ads Konto ohne Richtlinienverstöße.

    Einsatz: Produkt-, Referenz- oder Teambilder – kein reiner Text im Bild. Qualitativ hochwertige, aussagekräftige Motive wählen.

    Alle Erweiterungen im Vergleich

    Erweiterung Klickbar Besonders geeignet für Priorität
    Sitelinks Ja – eigene URL Alle Kampagnen – höchste CTR-Wirkung Immer einrichten
    Callouts Nein USP-Kommunikation, Vertrauensaufbau Immer einrichten
    Strukturierte Snippets Nein Unternehmen mit klaren Leistungskategorien Immer einrichten
    Anruferweiterung Ja – Anruf Lokale Dienstleister, telefonbasierter Vertrieb Empfohlen
    Standorterweiterung Ja – Karte Lokale Unternehmen mit physischem Standort Empfohlen
    Bilderweiterung Nein Produkte, visuelle Dienstleistungen Optional

    Häufige Fehler und Best Practices

    Typische Fehler
    • Keine Erweiterungen eingerichtet – Anzeige verliert Fläche und Qualitätsfaktor
    • Alle Sitelinks verlinken auf die Homepage statt auf spezifische Unterseiten
    • Callouts als ganze Sätze formuliert – zu lang, wirken wie Fließtext
    • Weniger als 3 Werte bei strukturierten Snippets – Erweiterung wird nicht eingeblendet
    • Anruferweiterung auch nachts aktiv – Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten nicht erreichbar
    Best Practices
    • Mindestens Sitelinks, Callouts und Snippets für jede Kampagne einrichten
    • Mehr Erweiterungen als nötig anlegen – Google wählt bei jeder Auktion die beste Kombination
    • Erweiterungen auf Kampagnen- und Anzeigengruppen-Ebene anlegen – spezifischere gewinnen
    • Performance der Sitelinks regelmäßig prüfen – schwache Links durch relevantere ersetzen
    • Zeitplan für Anruferweiterungen auf Geschäftszeiten beschränken

    Häufige Fragen

    Kostet die Einblendung von Erweiterungen extra?
    +

    Nein – die Einblendung selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn ein Nutzer auf einen Sitelink oder eine andere klickbare Erweiterung klickt – dann wird ein Klick abgerechnet, genau wie beim Klick auf die Hauptanzeige. Werden innerhalb einer Impression sowohl die Hauptanzeige als auch ein Sitelink geklickt, berechnet Google in der Regel nur einen Klick.

    Wann zeigt Google Erweiterungen an und wann nicht?
    +

    Google entscheidet bei jeder einzelnen Auktion, welche Erweiterungen eingeblendet werden. Maßgeblich sind der Ad Rank, die prognostizierte CTR-Verbesserung durch die Erweiterung und der verfügbare Platz auf der Ergebnisseite. Eine Erweiterung wird nur dann eingeblendet, wenn Google erwartet, dass sie die Anzeigenperformance verbessert. Deshalb gilt: Je mehr und qualitativ bessere Erweiterungen hinterlegt sind, desto häufiger werden sie ausgeliefert.

    Auf welcher Ebene sollten Erweiterungen hinterlegt werden?
    +

    Erweiterungen können auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppen-Ebene angelegt werden. Google priorisiert dabei die spezifischere Ebene: Eine Erweiterung auf Anzeigengruppen-Ebene überschreibt die Kampagnen-Erweiterung. Empfehlenswert ist eine Kombination: Allgemeine Erweiterungen (z. B. Callouts mit Unternehmens-USPs) auf Kontoebene, kampagnen- oder themenspezifische Erweiterungen auf der jeweiligen Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene.

    Was ist der Unterschied zwischen Callouts und strukturierten Snippets?
    +

    Callouts sind freie Texte ohne Kategorisierung – ideal für Vorteile und USPs wie „Persönlicher Ansprechpartner" oder „Schnelle Umsetzung". Strukturierte Snippets sind dagegen an einen von Google vorgegebenen Header gebunden – z. B. „Dienstleistungen:", „Marken:" oder „Modelle:" – und listen konkrete Angebotskategorien auf. Beide Erweiterungstypen ergänzen sich und sollten parallel eingesetzt werden.

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